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Qualifizierung für Geflüchtete im Bereich Pflege

Durch berufsfeldbezogene Qualifizierungen im Bereich der Gesundheit/Pflege sollen Potentiale von Geflüchteten und Asylbewerberinnen und Asylbewerbern erkannt und gefördert werden. Am Standort Köln bietet die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH im Auftrag des IQ Teilprojektes der LGH eine dreimonatige Qualifizierung im Bereich Pflege an. Ziel ist, Pflegekräften mit ausländischen Berufskompetenzen über fachpraktische, fachtheoretische und fachsprachliche Inhalte die berufliche Anerkennung und einen adäquaten Einstieg in den Beruf zu ermöglichen.


Körper und Geist brauchen Pflege

In seiner Heimat Eritrea hat Yacob eine dreijährige Ausbildung zum Krankenpfleger absolviert und danach noch ein Jahr Geburtshelfer angehangen. „Ich möchte denen helfen, die Hilfe benötigen. Ob körperlich oder seelisch. Für mich gehört das zusammen. Gesundheit heißt immer auch Ausgeglichenheit.“

Beruflich möchte er in seiner neuen Heimat Deutschland am liebsten in einem Krankenhaus als Pfleger anfangen. Um hier den passenden Zugang zu erhalten, bereitet er sich in Köln über eine Qualifizierungsmaßnahme im Förderprogramm IQ auf die berufliche Anerkennung und den Einstieg in die Praxis vor.


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15 Jahre Krankenschwester und ein Jahr Deutschland

Ihren Beruf hat Amila I. in Albanien gelernt. Sie bringt einen Bachelor in Krankenpflege und 15 Jahre Berufserfahrung mit.

„Ich habe drei Kinder. Seit einem Jahr leben mein Mann, die Kinder und ich in Köln. Eine Hürde ist zurzeit noch die deutsche Sprache. Mein Wunsch wäre, dass mein Beruf anerkannt würde und ich in der Kinderkrankenpflege arbeiten könnte.“

Den passenden Zugang hofft Amila nun über das Förderprogramm IQ gefunden zu haben. Neben Theorie und Praxis werden auch fachsprachliche Kompetenzen vermittelt.


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Kochen, Tanzen, Lachen

Bozica T. ist aus Serbien nach Deutschland gekommen. „Ich habe drei Kinder. Ich koche, tanze und lache gern. Positives Denken ist mein Lebensmotto. Wie sollte ich auch anders mit den Herausforderungen des Alltags umgehen und dabei noch Menschen helfen, die krank oder gebrechlich sind.“

Bozica möchte in Deutschland als Krankenpflegehelferin arbeiten. Hierfür besucht sie eine Qualifizierung, die von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH gemeinsam mit einem IQ Teilprojekt der LGH im Rahmen des Förderprogramms IQ angeboten wird.


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Juliet lernt und hilft

In Syrien hat Juliet A. ihren Beruf erlernt und bereits sieben Jahre als Krankenschwester gearbeitet. Zuerst im Krankenhaus, dann in einer Privatpraxis. „In Deutschland habe ich den passenden Einstieg noch nicht gefunden. Eine Anerkennung meines Abschlusses habe ich auch noch nicht. Seit 2014 bin ich in Deutschland.“

„Über die Teilnahme an der Qualifizierung für ausländische Pflegekräfte hoffe ich nun beruflich weiterzukommen.“ Die Maßnahme wird von der FAW gGmbH und der LGH mit finanzieller Unterstützung durch das Förderprogramm IQ angeboten. Ziel ist es, Pflegekräften mit ausländischen Berufskompetenzen die berufliche Anerkennung und einen adäquaten Einstieg zu ermöglichen.

Juliet ist mit viel Engagement dabei. Zusätzlich hilft sie einmal pro Woche syrischen Frauen in einem nahegelegenen Flüchtlingsheim bei deren Ankunft in Deutschland. „Ich selbst habe zwei Kinder und weiß wie es sich anfühlt, wenn man als Geflüchtete nicht weiß was kommt.“

 

 

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Produktionsdatum: 27.10.2016

Hintergrundinformation

IQ Teilprojekt: Berufsfeldbezogene Qualifizierung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in überbetrieblichen Bildungsstätten und staatl. Fachschulen

Teilprojektpartner: Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH), Auf‘m Tetelberg 7, 40221 Düsseldorf

Ansprechpartnerin: Ina Grothe: 0211/30108-394, grothe(at)lgh.de

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