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Eine gute Sache – Mit Herz in der Pflege

Das Teilprojekt „Berufsfeldbezogene Qualifizierung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in überbetrieblichen Bildungsstätten und staatlichen Fachschulen“ des IQ Netzwerks NRW realisiert Teilqualifizierungen unter anderem in der Pflege, um damit die Integration der Zielgruppe in den Arbeitsmarkt zu befördern, sofern die förderrechtlichen Voraussetzungen vorliegen und keine Finanzierung über Regelsysteme möglich ist.

Im Auftrag des Teilprojektes qualifiziert das evangelische Fachseminar für staatlich anerkannte Ausbildungen im Bereich Altenpflege in Düren Geflüchtete und Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerber innerhalb von drei Monaten als Altenpflegehelferin bzw. Altenpflegehelfer. Um erste praktische Erfahrungen zu sammeln, bietet in diesem Kontext das Hermann-Koch-Seniorenzentrum Düren-Weyerfeld (AWO) Praktika an. Zwei Praktikantinnen sind glücklich, endlich ihr Können im Umgang mit den Menschen zeigen zu dürfen.

„Mir helfen die Bewohner“, sagt Tegesest aus Äthopien. Sie lebt seit zwei Jahren in Düren. In Dubai hat sie zuletzt im Verkauf gearbeitet und privat Menschen gepflegt.

„Dort gibt es keine Pflegeheime für ältere Menschen, deshalb habe ich privat gepflegt. Mit alten Menschen zu arbeiten, ist einfach gut. Ich habe dann auch Zeit, die Sprache zu lernen. Wenn ich die Sprache gut verstehe, möchte ich weiterlernen. Bis jetzt habe ich drei Monate gelernt – nun muss ich eine Arbeit finden. In Deutschland ist es gut. Ich habe viele gute Sachen gerlernt – aber man muss kämpfen.“

Manal A. ist in Alexandria, Ägypten geboren. Sie hat keinen Beruf erlernt. Bis zum 16. Lebensjahr ist sie zur Schule gegangen. Über ihre Tante, eine Nonne, die in einem Kloster in Deutschland lebt, ist sie mit ihrer Familie nach Deutschland gekommen. Arbeiten gehört für sie zum Leben. So hat sie als Hausfrau ihre Kinder großgezogen.

Drei Monate hat Manal in Deutschland freiwillig einen Kurs für Pflegehelferin im Fachseminar der Altenpflege der low-tec besucht, der über das Förderprogram IQ NRW finanziert wird. „Ich spreche nicht so gut Deutsch, das fällt mir sehr schwer und ich habe die Prüfung nach dem Sprachkurs leider nicht bestanden. Die Arbeit in der Pflege mache ich sehr gern. Hier verstehe ich alles und mache meine Arbeit sehr gut. Besonders auf der ersten Station habe ich sehr gern gearbeitet. Aber auch hier auf der Station mit demenzkranken Menschen macht mir die Arbeit Freude – auch wenn es nicht immer leicht ist.“

Produktionsdatum: 12/2017 | Fotos: WHKT

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Förderrunde IQ 2015–2018:

IQ Teilprojekt: Berufsfeldbezogene Qualifizierung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in überbetrieblichen Bildungsstätten und staatl. Fachschulen

Teilprojektpartner: Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH), Auf‘m Tetelberg 7, 40221 Düsseldorf