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Suolang „Teki“ Z. startet durch – mit kreativen Gerichten, die glücklich machen

10/2020 | Vor drei Jahren stellte Suolang „Teki“ Z. seine Restaurantidee beim IQ NRW-Teilprojekt ActNow vor. Dort wurde er in einem sechswöchigen Kurs dabei unterstützt, wie aus einer Geschäftsidee der Weg in die Selbstständigkeit führt. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Leon folgte die Eröffnung im Jahr 2020.

„Down To Earth Noodles“, ...

... das ist nicht nur der Name eines kleinen Lokals in Köln-Sülz. Das ist auch genau das Prinzip, mit dem hier die Kulinarik gelebt wird. „Down to earth“, das heißt so viel wie „auf dem Boden geblieben“. Es gibt nichts Abgehobenes. Keine überfrachteten Menü-Karten. Kein Chichi. Einfache Gerichte, sorgfältig ausgewählt, modern interpretiert und traditionell zubereitet. Diese Mischung ist es, die dieses kleine Lokal zu etwas Besonderem macht. Was es hier gibt? Momos, das sind gefüllte, tibetanische Teigtaschen. Wahlweise als vegane Variante mit Shiitake-Pilzen und gelber Rübe oder mit Rindfleisch, Zwiebeln und Tomaten. Einige Nudelgerichte und Salate runden die kleine, kreative Karte ab.

 

„Enorme Unterstützung durch Migrafrica“


„Down to earth“, das beschreibt auch die Ausstrahlung von Teki, 33 Jahre, der vor sechs Jahren aus Thangkor, einer kleinen Ortschaft in einem autonomen tibetischen Bezirk in China, nach Deutschland kam.

Ruhig, besonnen wirkt er, stets mit einem Lächeln auf seinen Lippen und einer scheinbar angeborenen Gastfreundlichkeit. Vor drei Jahren stellte Teki seine Restaurantidee beim IQ NRW-Teilprojekt ActNow vor. Dort wurde er in einem sechswöchigen Kurs dabei unterstützt, wie aus einer Geschäftsidee der Weg in die Gründung führt. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Leon folgte die Eröffnung im Jahr 2020.

„Vor allem bei der Anmietung des Lokals, bei organisatorischen Fragen und Behördengängen profitierte ich enorm von der Unterstützung durch das Projekt beim Migrafrica“, so Teki. 

 

Geschäftseröffnung mitten im Lockdown

Ende April, mitten im ersten Lockdown, war es schließlich soweit. Ob ihn die denkbar ungünstige Situation beunruhigt hat? „Wir haben in den ersten vier Wochen unsere Kunden ausschließlich beliefern können. Aber das funktionierte gut. Mit Social Media-Auftritten und Mundpropaganda machten wir uns hier schnell einen Namen“, blickte Teki auf die Anfangszeit zurück. Mittlerweile läuft das Geschäft sehr gut. „Ich habe viel zu tun und an Urlaub ist derzeit nicht zu denken. Die Herstellung der Momos ist sehr schwierig und ich bin der einzige, der das beherrscht“, so Teki.

 

Das Team von Down To Earth Noodles …

… besteht neben ihm aus seinem Geschäftspartner Leon, einem Hilfskoch und einer Kellnerin. Rund ein Dutzend Tische stehen in der ehemaligen Metzgerei. Ein Innenhof soll noch ausgebaut und den Platz für die Gäste vergrößert werden. Einen Zeitplan dafür gibt es aber noch nicht. Schließlich gilt es, weiter auf dem Boden zu bleiben. „Down to earth“ eben.


Produktionsdatum: 10/2020 | Fotos: WHKT

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IQ Teilprojekt: IQ NRW – ActNow II – Qualifizierungsmaßnahmen für Migrant*innen zur Vermittlung unternehmerischer Kenntnisse und Kompetenzen

Teilprojektpartner: Migrafrica VJAAD e.V. | Braunstraße 21 | 50933 Köln

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