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Über das Teilprojekt

DAS BIETEN WIR

Die Louise von Marillac-Schule bietet Anpassungslehrgänge an, um die Unterschiede zwischen dem deutschen und ausländischen Berufsabschluss in der Gesundheits- und Krankenpflege auszugleichen. Hierzu wurde ein modulares Konzept entwickelt, welches ein Basismodul von 120 Stunden und weitere Aufbaumodule von jeweils 80 bis hin zu maximal 360 Stunden enthält. Je nach individuellem Bedarf können weitere Defizite durch die Teilnahme an Kurseinheiten der regulären Ausbildung ausgeglichen werden. Den Teilnehmenden wird somit durch individuell zugeschnittene Qualifizierungsbausteine der Ausgleich wesentlicher Unterschiede ihres ausländischen Berufsabschlusses ermöglicht. Am Ende des theoretischen Anpassungslehrgangs werden ein Repetitorium und Abschlussgespräche durchgeführt. Die praktischen Abschlussgespräche finden in den einzelnen Praxisorten statt und werden gemeinsam von Praxisanleitenden und Pflegepädagog*innen abgenommen.

Folgende beispielhafte Inhalte werden im Anpassungslehrgang vermittelt:

  • Kommunikation im Pflegealltag,
  • Beziehung im Pflegealltag gestalten,
  • Rechtliche Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit,
  • Pflege als Prozess, Pflegewissenschaft, Qualitätssicherung, sterbende Menschen pflegen,
  • Pflege von Menschen mit Demenz, mit Einschränkungen des ZNS und PNS, Pflegetechniken,  Hygiene, (…).

Damit eine qualifikationsadäquate Arbeitsmarktintegration gelingt, wird neben dem sprachsensiblen Fachunterricht zusätzlich ein Integriertes Fach- und Sprachenlernen mit 72 Stunden angeboten. Bei individuellen Schwierigkeiten können begleitende Hilfen, z. B. Lernbegleitung, genutzt werden. Der Unterricht findet in Blockform bis fünf Tage in der Woche statt. Die Kurse und Abschlussgespräche finden in deutscher Sprache statt. Das Kurskonzept kann auch von anderen Pflegebildungseinrichtungen übernommen werden.

 

ZIELGRUPPE

Zielgruppe dieses Kurses sind Teilnehmende, die ihre Fachausbildung im Ausland erworben haben, deren Qualifizierung jedoch in Deutschland nicht vollständig anerkannt wird. Der überwiegende Anteil sind ausländische Fachkräfte mit einem Arbeitsvisum sowie Geflüchtete bzw. anerkannte Asylbewerbende mit Bleiberecht, die eine im Heimatland erworbene Fachausbildung nachweisen können. Deutschkenntnisse mindestens auf B1 Niveau sind Voraussetzung für die Teilnahme. 

 

KOOPERATIONSPARTNER

Praxis- und Klinikeinrichtungen sowie Senioreneinrichtungen, insbesondere aus dem Raum Köln

 

ÜBER UNS

Die Louise von Marillac-Schule ist eine staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit 500 Ausbildungsplätzen für Berufe im Gesundheitswesen. Pflegefachkräfte und Pflegeassistent*innen werden für 9 Kliniken und 32 Seniorenhäuser ausgebildet. Das Bildungsangebot wird ergänzt durch Fachweiterbildungen in den Bereichen Praxisanleitung, Wohnbereichsleitung und Intensiv- und Anästhesiepflege. Seit 2018 führt die Louise von Marillac-Schule erfolgreich Anpassungslehrgänge im Rahmen des IQ Netzwerks durch.


ESF-gefördertes Projekt im Kontext des Anerkennungsgesetzes